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Holzdecke

Holzdecke_Wappen_Mettmenstetten.jpg

Das Schiff wird von einer Holzdecke überspannt. Von den mit Flachschnitzereien gezierten Holzdecken, die bei allen spätgotischen Pfarrkirchern des Bezirkes Affoltern vorhanden waren, hat sich nur diejenige in Mettmenstetten am Orte erhalten. Sie gehört zu den wenigen noch vollständigen Werken einer Kusntgattung, die am Anfang des 16. Jahrhunderts über die ganze Schweiz verbreitet war und ist eine Arbeit des zugerischen "Tischmachers" Jakob Winkler von 1521.

Die überall gleich breiten Deckenbretter sind in der Längsrichtung der Kirche quer zu den Deckenbalken aufgenagelt und durch schmale profilierte Deckleisten geschieden. Die Befestigung ist mit sichbaren, regelmässig verteilten Nägeln mit halbrundem Kopf gezeigt. Die Dekorationen bestehen aus den geschnitzten Rand- Mittel- und Querfriesen, die die ganze Decke in acht Felder unterteilen, und den ausgeschnittenen masswerkartig auf die Flächen aufgesetzten Verzierungen.

An den Kreuzungsstellen des Mittelfrieses mit den Querfriesen sind schlussteinartig zwei runde und dazwischen ein viereckiges Medaillon, mit gemalten und zu Teil geschnitzten Bildern, eingefügt; auch diese mit durchbrochenen Zierarten umfasst. Das Rundmedaillon nächst dem Chor zeigt die Muttergottes mit dem Jesuskinde, auf dem Mond stehend und im Strahlenkranz. Im viereckigen, mit reichem Rankenfries umgeben Mittelfeld ist das Reichswappen über zwei Zürcher Schildern, gehalten von Löwen, zu sehen. (Das heutige Wappen von Mettmenstetten ist später aufgemalt worden).

Im zweiten Rundmedaillon beim Haupteingang findet man die beiden Kirchenpatrone Petrus und Paulus mit geschnitzten Namen und Jahrzahl. Die Friese enthalten Rankenwerk mit Blumen, an einzelnen Stellen sind figürliche und tierische Motive eingestreut, die der mittelalterlichen Tierfabelwelt entnommen sind, der Löwe, der die Welfen beleckt und der Strauss, der seinen Jungen ein Hufeisen im Schnabel bringt.

An einigen Friesen sind Schriftbänder eingeflochten, zum Teil unregelmässig bewegt, zum Teil, wie auf dem weltlichen Mittelfries, rhythmisch spiralig um einen Stengel gewunden. Über dem Chorbogen die Taube als Symbol des hl. Geistes und in der Ecke kleine Zürichschilder. Die Inschriften der Friese in gotischen Minuskeln in die Ornamente eingeflochten, enthalten unter anderem die folgenden Inhalte im Mittelfries: spiritus supveniet in te et virtus altissimi obumbrabit tibi, 1521, und die selbstbewusste Aussage des Schöpfers der Decke : Do man zalt nach christ` gburt m cccc xxi Jar von mir Jacob Winckler. Auf einem nördlichen Querfries 'der frid mit üch'. Die Decke war, wie oben bemerkt, hässlich übermalt und wurde 1912 und 1962, wie oben geschildert, kunstgerecht restauriert.

 
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